SEO Tools vs. Google: Was du von 16 SEO-Experten noch lernen kannst! (Keyword Recherche)

Jeder Unternehmer steht am Anfang vor ähnlichen Problemen, darunter fällt auch das Problem der zu geringen Sichtbarkeit. Egal ob Blog, Dienstleistung oder ein interessantes Rechnungsprogramm :), all das muss erst einmal an den Mann gebracht werden.

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SEO Tools 2016: Einleitung

Wir alle wissen, dass passiert nicht automatisch nur weil das Produkt super ist, die Dienstleistung besonders effektiv oder der Blog besonders spannend. Man muss die frohe Botschaft ebenfalls verbreiten. Hierzu gibt es im Bereich des Online-Marketings unterschiedliche Mittel und Wege.

In unserer Artikelserie „Top SEO-Tools der Profis“ stellen wir einige der bekanntesten Online-Marketer vor und mit welchen Werkzeugen Sie Ihre Kunden im Google-Ranking voran bringen.

Klar ist eines: Qualität verbreitet sich schneller und besser als sogenannter „Thin-Content“, heißt übersetzt: Egal ob dünnwandiger Inhalt im Blog, der Dienstleistung oder im Produkt, wenn die Qualität hierbei nicht stimmt sind maximal nur kurzfristige Erfolge zu verzeichnen. Nachhaltigkeit bei der Kundschaft oder den Lesern gewinnt man immer noch mit Qualität.

Wer nun erwartet qualitativ minderwertigere Waren oder Services besser ranken zu lassen, dem sei gesagt: „Geht – kurzfristig!“ Sollte Google jedoch diese Tricks erkennen, und das passiert in letzter Zeit häufiger als gedacht, dann fällt man jedoch sehr schnell in die Abgründe der Suchmaschinen und wird ohne sehr großen Aufwand nicht wieder heraus kommen.

Als kleines Software-Startup, welches sich im Bereich der Faktura- und Rechnungssoftware selbstständig gemacht hat, haben auch wir uns gefragt, wie wir unsere Sichtbarkeit im Internet verbessern könnten.

Wie können wir kosten-effizient unser Produkt in der Anfangsphase vermarkten.

Klar kann man jetzt 200 Unternehmen und Freelancer anrufen und Kaltakquise machen, aber um ehrlich sein, das findet niemand richtig prickelnd, auch derjenige nicht, der anruft bzw. angerufen wird.
Natürlich ist Kaltakquise wichtig und man sollte dennoch dabei bleiben, jedoch geht es ebenfalls darum den „Internetpart“ nicht zu vernachlässigen. Schließlich ist jeder neue Besucher ein potentieller neuer Kunde.

Somit mussten wir im Bereich „Sichtbarkeit im Internet“ etwas tun, aber was und mit welchen SEO Tools? Wir konnten uns keine teure Agentur in der Anfangsphase leisten, geschweige denn Mitarbeiter, welche das für uns übernehmen könnten. Unser Budget war simpel gesagt „überschaubar“.

Dann haben wir, so komisch es klingt, einfach mal „bei den Großen“ nachgefragt, wie die das denn machen würden.
Wir erhielten tatsächlich Antworten zu den Themen „Keyword-Recherche“, „Onpage-Optimierung“, „Linkaufbau“ und „Ranktracking“.

Glücklicherweise konnten wir einige Top-Influencer in Deutschland, sehr bekannte SEO-Agenturen, sowie einige SEO-Tool Hersteller in dieser Serie befragen und sind sehr dankbar für die Offenheit und den Support, welche wir bei dieser Umfrage erhielten.

Hiermit möchten wir ausdrücklich ALLEN Teilnehmern noch einmal „Danke“ sagen..

 

seo tools umfrage orbnet 2016
16 SEO-Experten verraten Ihre liebsten SEO Tools für die Keyword Recherche

 

Was euch bei unserer SEO Tools Umfrage erwartet…

Die Artikelserie ist deshalb untergliedert in 4 Kernbereiche, welche für eine gute Bewertung seitens Google unerlässlich sind und die eigene Positionierung ebenfalls anschaulich darstellen.

Artikel 1: Keyword Research
Artikel 2: Technisches SEO (On-Page etc.)
Artikel 3: Link-Building
Artikel 4: Rank Tracking

Passend hierzu haben wir folgende Fragen gleichermaßen an unsere SEO-Experts gestellt:

Frage 1: „Zuerst war das Ergebnis oder doch das Keyword? Mit welchen Tools unterstützt du deinen Kunden bei der richtigen Keyword-Wahl?“
Frage 2: „Dein Kunde möchte hoch ranken. Welche Tools für das technische SEO wirst du einsetzen und warum?“
Frage 3: „Wenn du mit Link-Building dein Geld verdienen würdest, welche Tools würdest du nutzen und weshalb?“
Frage 4: „Welche Tools helfen dir dabei, die Seite deiner Kunden (oder die Eigene) im Auge zu behalten?“

Na, neugierig? Wir sind gespannt auf eure Kommentare.

Viel Spaß und los geht es mit der ersten Frage.

seo tools 2016 umfrage orbnet

Top SEO Tools der Profis (Keyword Research)

Keyword-Research oder einfach auf Deutsch Keyword-Recherche befasst sich mit dem was der Name schon aussagt: dem Keyword selbst und dessen Variationen.
Das bedeutet wir legen schon VOR dem Start unserer Web-Präsenz die Keywords fest, für die wir später bei Google erscheinen möchten. Jetzt ist das Ganze natürlich nicht trivial und jeder geht da einen anderen Weg. Man sollte Keywords nicht nur nach der simplen „Anzahl der Seitenaufrufe“ auswählen.

Keywords sind für die Suchenden, somit kontextsensitiv. Sucht jemand nach dem Keyword „Rechnungsvorlage“ zum Beispiel, dann erwartet er eine Rechnungsvorlage zu finden, hat also schon das Ergebnis im Vorfeld definiert: „Download einer Worddatei“ und will höchstwahrscheinlich keinen Artikel über lustige Rechnungsvorlagen aus Bangladesch lesen.

Google merkt sich das Ergebnis mit diversen Faktoren.

1. Wie lange bleibt der Suchende auf der Ergebnisseite
2. Besucht er vielleicht noch Unterseiten
3. Wie schnell klick er auf den „Zurück-Button“ im Browser

und noch viele Weitere.

Im Klartext bedeutet das: Man sucht sich nicht die Keywords aus, welche die eigene Seite schnell hoch ranken lassen, sondern die, die der Suchende wahrscheinlich nutzen würde, um auf das eigene Ergebnis zu kommen (ob Blogartikel, Produkt oder Dienstleistung).

Als Beispiel:

Unsere Unterseiten sind unter Anderem auf „Rechnungsprogramm mac“ und „Rechnungssoftware mac“ zugeschnitten. Hier liegen unserer Rankings am besten. Zwar nicht auf Seite eins, aber naja, man kann nicht alles haben 🙂

Wichtig dabei: Die Keywords müssen sinnvoll sein und die entsprechenden Kriterien aufweisen, welche uns zum Erfolg führen.

Die wichtigsten davon sind: „Anzahl der Suchanfragen“ und selbstverständlich die „Konkurrenz“.

Um die beiden Faktoren nun einmal im Zusammenhang zu verstehen, hier ein kleines Beispiel:
Nehmen wir einmal an wir eröffnen einen Schuhladen (Keyword) in einer abgelegenen Seitenstraße (Anzahl der Suchanfragen) in der es schon 6 Schuhläden (Konkurrenz) gibt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass uns die Kunden die Bude einrennen werden? Eben!

Üblicherweise herrscht hier eine direkte Proportionalität. Je mehr Suchanfragen zu einem bestimmten Keyword kommen, desto höher ist die Konkurrenz.

ABER es gibt natürlich auch lohnenswerte Ausnahmen und diese muss man mit Handarbeit und gezielter Recherche suchen und finden. Diese zahlen sich jedoch auch im Endeffekt am Meisten aus und generieren langfristig viele Conversions.

Wie schon erwähnt wird die Keywordrecherche von jedem SEO-Expert ein bisschen anders interpretiert und praktiziert. Jeder hat da so seine eigenen Tipps und Tricks, wie sie oder er an lukrative Keywordideen kommt.

Es ist so gesehen eine Kunst für sich das „perfekte“ Keyword zu finden und der Hauptteil dafür beginnt schon lange VOR der Suche der Keywords.

Unsere SEO-Experts verraten euch SEO Tools, Tipps und Tricks damit auch Ihr zu besseren Keywords für euer Unternehmen kommt.

Tim Brettschneider


Online-Marketing Consultant
www.tim-brettschneider.com

„Keyword Recherche ist eine Kunst für sich, hier kann man wirklich sehr feingliedrig vorgehen oder auch nur sehr grob.
Ich verwende oftmals viel Mühe und Zeit für die Keyword Recherche um die Suchenden wirklich gut verstehen zu können.

Dabei nutze ich natürlich den Keywordplanner von Google, das Keywordtool: http://keywordtool.io/ um noch mehr Begriffe zu bekommen und am Ende lasse ich alles nochmal durch Excel laufen und verknüpfe jeden Begriff noch einmal mit einer Wortliste.

So entstehen aus 50 Begriffen schon mal 25.000 Begriffe und mehr, diese prüfe ich dann nochmal im Google Keywordplanner auf Suchvolumen gegen und staffel diese dann durch.“

Peer Wandiger


Gründer und Blogger
www.selbstaendig-im-netz.de

„Für meine Nischenwebsites ist es natürlich sehr wichtig, dass ich gute und lukrative Keywords finde. Aber auch für meine Blogs ist es wichtig, genau die Keywords zu kennen, die meine Zielgruppe in Google sucht.

Mit dem Google Keyword Planer recherchiere ich verwandte Keywords, die zu einem vorgegebenen Thema passen. Auch wenn man mittlerweile nur noch Suchvolumen-Bereiche für die Keywords sehen kann, hilft dies bei der Ideenfindung für neue Nischen und Artikel.

Interessant ist zudem ein Blick auf die automatischen Suchvorschläge von Google, wenn man es eintippt. Ich persönlich recherchiere auch gern in passenden Foren oder auf gutefrage.net. Auf w-fragen-tool.com kann man zudem passende Fragen zu einem Keyword finden und auf diese Weise ebenfalls ähnliche Begriffe identifizieren.“

Sebastian Bernhardt


Online Marketing Berater
www.seo-kueche.de

„Vielen fällt hier sicher zuerst Googles Keywordplanner ein. Das ist unbestritten ein komfortables Tool, hat aber auch seine Tücken. Wenn man für die organische Suche optimiert, sollte man stets im Auge behalten, dass der Keywordplanner ein Adwords-Tool ist.

Das zweite, wohl bekannteste Tool ist SISTRIX. Ich selbst nutze allerdings eher XOVI, da ich es übersichtlicher finde. SISTRIX dient mir mehr zur Kontrolle und zum Vergleich. Besonders wenn es unnatürliche Änderungen gegeben hat, ist es immer gut sich eine zweite Meinung einholen zu können.

Abseits der bezahlten Tools sollte man auch Hilfestellungen wie Google Suggest und die „Verwandten Suchanfragen“ im Blick behalten.“

Nina Baumann


Arbeitet als Linkbuilding-Spezialist
www.linkspiel.de

„Zuerst gehe ich ins offene Brainstorming, später kommt dann der Keyword-Planner zum Einsatz. Obacht: Der Keyword-Planner ist nur zugänglich mit bestehendem AdWords Konto. Auf Basis des Suchvolumens und der Konkurrenzsituation kann eingeschätzt werden, wie sinnvoll ein Keyword ist. “

Malte Landwehr


Product Marketing Manager
www.searchmetrics.com

„Wer es kostenlos haben möchte, geht hier lang:

Answer The Public um Fragen für beliebige Keywords und Themen zu generieren. Hier ein Beispiel zum Thema Content Marketing (http://answerthepublic.com/seeds/359102)

SuggestIt von Niels Dahnke für Suggest Vorschläge. Neben KeywordTool.io, Ubersuggest & Co. ein weiterer Suggest Scraper. Aber mit einer Besonderheit: Es werden viele Websites unterstützt, die kein anderes Tool abdeckt, so zum Beispiel Amazon und auch NSFW-Websites.

Diese beiden Tools haben aber, genau wie quasi alle anderen Keyword-Tools, ein großes Problem. Sie liefern mir zwar einen Berg von Keywords aber keine Clusterung und teilweise nicht mal eine Priorisierung. Auch dafür haben wir bei Searchmetrics natürlich Lösungen, basierend auf unserer Content Performance und der Competitive Keyword Discovery

Maria Lengemann


Gründerin und Inhaberin
www.diginauten.com

„Bei der Auswahl der richtigen Keywords haben wir früher fast ausschließlich mit dem offiziellen Keyword-Planer von Google gearbeitet. Mit dem Zusammenschluss mehrerer Keywords zu einer Suchvolumen-Angabe veränderte sich unsere Vorgehensweise, da Kunden nun noch stärker informiert wurden, inwiefern es vor allem wichtig ist, auf Sets, Themen und Gruppen – statt einzelne und hoch frequentierte Keywords – zu optimieren. Das ist zwar bereits seit Jahren der Fall, allerdings aufgrund der genannten Änderung nun auch für Kunden noch deutlich sichtbarer.

Abgesehen davon arbeiten wir seit der erneuten Änderung des Keyword-Planers vorrangig mit Metrics.tools zur Bestimmung der konkreten Suchvolumen. Zusätzlich kommen auch verschiedene WDF*IDF-Tools, Sistrix und Ubersuggest.io zum Einsatz, um weitere Keyword- und damit auch Themen-Ideen zu generieren, die anschließend genauer recherchiert und Keyword-Gruppen anhand verschiedener Prioritäten erstellt werden.“

Dr. Beatrice Isgró


Head of Content
www.eology.de

„Wir unterstützen unsere Kunden bei der Suche nach den richtigen, d.h. den für die jeweilige Seite relevanten Keywords mit verschiedenen Tools. Erste Anlaufstelle ist immer der Google AdWords Keyword Planer, da dieser die durchschnittlichen Suchvolumina pro Monat für die Keywords angibt.

So findet man ganz einfach heraus, mit welchem Wort aus mehreren Synonymen die Nutzer tatsächlich suchen. Ein weiteres wichtiges Tool ist das keywordtool.io, man könnte aber auch ein anderes kostenfreies Longtail-Keyword-Tool verwenden. Dieses gibt – auf Datenbasis von Google Suggest – Kombinationen mit dem Keyword an, welche die Nutzer bei Google eingeben. So kann man recherchieren, welche Themen um ein Keyword noch relevant sind.

Als drittes verwenden wir dann das W-Fragen Tool von Kai Spriestersbach, mit dem wir Fragen identifizieren können, welche die Nutzer im Zusammenhang mit einem Keyword bzw. Thema haben. Auf diese kann man dann im Text zusätzlich eingehen. Das letzte Tool, das wir bei der Keywordrecherche benutzen, ist das WDF*IDF Tool von OnPage.org. Mit diesem lassen sich die sogenannten Proof-Keywords recherchieren. Das sind Wörter, welche die anderen Webseiten verwenden, die für das Keyword ranken. Die Wörter, die von allen Seiten am häufigsten verwendet werden, zeigen der Suchmaschine die Relevanz für das Keyword.

Diese sog. Proof-Keywords sollte man auch auf der eigenen Seite haben. Mit diesen 4 Tools kann man sich dann Stück für Stück das eigene Keyword-Set zusammensetzen.“

Nicole Mank


Engangierte Vollblut-SEO
www.web-netz.de

„Wir arbeiten hauptsächlich mit dem Keyword-Planer von Google. Dank unseres Agentur-Accounts greifen wir auf die „genauen“ Daten zu und starten damit in die Analysen. Im weiteren Verlauf nutzen wir das wdf*idf-Tool von OnPage.org sowie für Blogartikel oder ausführliche Landingpages erneut das W-Fragen-Tool. Wir arbeiten übrigens nicht mehr mit „dem einen“ Keyword.

Auch wenn wir ein Hauptkeyword festlegen, hat bei uns das Thema „holistischer Inhalt mit Kaufberatung“ den höheren Stellenwert. Oftmals prüfen wir die Ergebnisse zu einem bestimmten Keyword auch in Google direkt. Das hilft uns dabei die Nutzerintention in einzelnen Fachbereichen besser zu verstehen.“

Daniel Stender


Leiter Marketing
www.pagerangers.com

Als kostenlose Variante bietet sich eine Kombination aus Google Keyword Planer, dem Most Wanted Tool und Excel an. Da der Keyword Planer jedoch nicht mehr ohne aktive Kampagne vollumfänglich genutzt werden kann, kommen für die Abfrage von Suchvolumen fast nur noch bezahlpflichtige Tools in Frage.

Ab 12 $ / Monat kann man bspw. kwfinder.com nutzen um Keywords und Synonyme inkl. Suchvolumen aufzuspüren. Ab dem mittleren Paket ist auch metric.tools in der Lage entsprechende Daten zu liefern. Alternativ kann unser Tool PageRangers hier ebenfalls genannt werden.

Andor Palau


Head of SEO
www.andorpalau.de

„Ich glaube, wir sollten zunächst einmal zwei Sachen trennen: Es gibt den Prozess der Keyword-Analyse und das finale Auswahlverfahren. Der Wahl der richtigen Keywords geht erst einmal ein Analyseprozess voran, der die finale Auswahl entscheidend beeinflusst. Werden hier nicht so viele Daten wie möglich gesammelt, besteht das Risiko, dass die Auswahlentscheidung möglicherweise auf einem ungenauen Daten-Set getroffen wird.

Bei der Keyword-Analyse gibt es zahlreiche Fehlerquellen, daher sollte man sich vorab am besten erst einmal ein bisschen belesen. Als Berater möchte ich natürlich das bestmögliche Daten-Set haben. Der erste Schritt ist daher immer das Datensammeln. Dafür nutzen wir alle möglichen Quellen wie den Keyword-Planer, Searchmetrics, Sistrix, SEMrush, sem-tool.com, keywordtool.io, Google Search Console und andere Quellen, die Daten liefern können.

Im nächsten Schritt werden die gefundenen Daten normalisiert, also auf eine einheitliche Datenbasis gebracht, und anschließend thematisch sinnvoll geclustert. Welche Keywords schlussendlich in die Auswahl aufgenommen werden, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie sieht das Angebot des Kunden aus, sprich was ist überhaupt relevant, und kann die Suchintention sinnvoll erfüllt werden? Welche Art von Suchanfrage (meist transnational oder informational) zieht welche Art Ergebnisse (Produkte, Listings, Artikel etc.) nach sich, und passen Query und Suchergebnis zusammen?

Welche Media-Inhalte können über die Kundenwebseite angeboten werden, und für welche Anfragen sind diese relevant? Man sieht: jede Analyse läuft ein wenig anders ab, einen generischen one-fits-all Ansatz gibt es so nicht. Entscheidend für die finale Auswahl der Keywords ist kein Tool, sondern die fachliche Expertise unter Berücksichtigung verschiedener Parameter.“

 

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Björn Tantau


Autor, Keynote Speaker und Unternehmensberater
bjoerntantau.com

Keyword Recherche ist immer so eine Sache.

Für Leute, die sich wirklich nur auf SEO und somit auf Google Traffic konzentrieren, ist das eher einfach – bei mir verhält sich die Sache aber anders. Letztendlich kommt es mir nicht darauf an, wie groß das Suchvolumen für einen Suchbegriff wie „Waschmaschine günstig kaufen“ ist. Ich würde auch keine Domain registrieren, die eine solche Kombination an Suchworten begünstigt. Früher hab ich das selbst gemacht und damit auch gute Erfolge gefeiert, mittlerweile aber mach ich SEO überwiegend für eigene Projekte und fahre damit sehr gut – denn ich orientiere mich eben NICHT daran, wie viel Suchvolumen ein bestimmtes Keyword hat.

Ich produziere Content, der sich an den Bedürfnissen meiner Zielgruppe orientiert und diesen Content produziere ich immer so, dass er möglichst alle Fragen beantwortet und den User entsprechend umfassend informiert. Dabei interessiert mich aber nicht, wie hoch das Suchvolumen für die Keywords im Titel sind.

Mich interessiert auch nicht die Auswertung nach WDF/IDF oder irgendwelchen anderen Formeln. Ich versuche stattdessen, meinen Content so zu produzieren, dass er möglichst komfortabel konsumiert werden kann und dass er den Leuten Mehrwerte liefert und ihre Probleme löst. Genau DIESER Content ist es nämlich, der geteilt wird und der sich viral verbreitet – manchmal mehr und manchmal weniger. Redaktionspläne und Struktur im Text ist wichtig, technische SEO auch… und gelegentlich schaue ich auch in de Keyword Planner rein (mal sehen wie lange noch) – letztendlich glaube ich aber nicht daran, dass sich alles in Zahlen und Formeln abbilden lässt.

Formeln, die man dann einfach nur befolgen muss, damit sich der Erfolg einstellt. Content ist sehr sensibel und es ist wichtig, eine Marke aufzubauen, eine Brand zu sein – nenne es „Expertenstatus“ oder „Influencer“. Das ist letztendlich auch nicht wichtig. Dein Publikum muss dir glauben, was du sagst und dir vertrauen können, dass es richtig ist, was du sagst. Das kriegst du mit einer Keyword Recherche nicht hin, da hilft nur ein eigener Stil, der sich über einen längeren Zeitraum etabliert und dem die inhaltliche Professionalität zugrunde liegt.

Ira Simon


Leitung Organic Search
www.albertbauerdigital.com

Suchphrasen abseits der Short Heads

Laut dem Google Keyword-Planer hat die Keyword Familie „Quadrocopter“ rund 40.500 Suchanfragen im Monat. Eine interessante Info, aber erst einmal doch nur eine Zahl. In den meisten Fällen lohnt sich bei der Keyword Recherche der Blick über diesen Tellerrand hinaus. Was beschäftigt meine Zielgruppe? Welchen Bedarf hat sie?

Um diese Fragen zu beantworten und spannende Suchphrasen abseits der Short Heads zu ermitteln, können Tools wie „AnswerThePublic“ oder das „W-FRAGEN-TOOL“ helfen. Mit diesen kostenfreien Werkzeugen kommen wir dem Nutzer und seinen Intensionen einen Schritt näher. Ein positiver Nebeneffekt: Wir haben zudem die Möglichkeit, unseren Content informativ und individuell zu gestalten.

Kehren wir noch einmal zurück zum Thema „Quadrocopter“. Hier fragen sich die Nutzer zum Beispiel, wie man so ein Gerät richtig fliegen lernt und worin überhaupt der Vor- und Nachteil zu Helikoptern oder Hexacoptern besteht. Als Kompetenz auf diesem Gebiet können wir solche Fragen wahrscheinlich am besten beantworten und die Interessenten auf diese Weise von unserer Expertise und unserem Produkt begeistern.

Jens Fauldrath

Geschäftsführender Gesellschafter
get:traction

Bei dieser Frage müssen wir nach dem Zweck der Keyword Research fragen. Ich persönlich mag den Begriff Nachfrageanalyse lieber, da er besser beschreibt um was es geht. Wir erheben und bewerten die aktuelle Nachfragesituation bei Google. Eine Nachfrageanalyse ist demzufolge eine strategische Aufgabe. Wenn wir also eine Nachfrageanalyse für eine komplette Website machen, dann benötigen wir dafür verschiedene Tools für verschiedene Aufgaben:

1. Erhebung des IST-Zustands

Hierbei geht es darum festzustellen, zu welchen Suchanfragen eine Website bereits Traffic bekommt und zu welchen Suchanfragen die Website in Google gelistet ist. Hierzu benötigt man also Tools zur Datenerhebung.

Das ist zuerst einmal die Google Search Console. Hier bekomme ich alle Daten zu meiner SERP-Leistung. Leider sind diese Daten nur 3 Monate rückwirkend verfügbar, weshalb diese Daten regelmäßig gesichert werden sollten. Für kleine Unternehmen bietet sich hier das Tool serplorer an.

Wenn man beschränkte Mittel hat, reichen diese Daten vollkommen. Die Daten sollten dann segmentiert werden, um Themen und Bedürfnisse zu identifizieren. Mögliche Segmente lassen sich auch über die Seitentypen der rankenden Seiten ableiten. Welche Begriffe bringen Traffic in meinen Blog, welche auf meine Shop-Kategorien und welche auf meine Produktdetailseiten.

Anhand dieser Begriffe kann ich dann Muster in den Suchanfragen identifizieren, die ich bei der Optimierung meiner Informationsarchitektur berücksichtige.
Wer noch mehr Daten benötigt, kann sich die Rankingdaten aus Tools wie sistrix, searchmetrics, metrics.tools etc. ergänzen.

2. Ausbau der Website
Ein anderes Thema ist der Ausbau einer Website. Beispiele sind hierfür die Aufnahme neuer Kategorien in einen Shop, der Aufbau eines Ratgebers oder die Einführung neue Rubriken. Hier kann nicht auf bisherige Daten aufgebaut werden. Auch hier lohnt sich eine Auswertung von bereits gut funktionierenden Konkurrenzangeboten mit den bereits oben erwähnten Tools sistrix, searchmetrics, metrics.tools etc.

Spannend sind in diesem Fall aber auch Tools, die Google Suggest und Co. auswerten. Hier arbeite ich aktuell am liebsten mit dem SEM-Tool. Wenn man hier alle wichtigen Oberthemen abfragt und sich die Suggests diverser Suchmaschinen dazu holt – sowie die Related Searches – kannst du sowohl relevante Unterthemen identifizieren, als auch Suchmuster identifizieren. Außerdem erkennt man anhand der Suggests auch abweichende Konnotationen zum Thema. Letzteres hilft einzuschätzen, wie viele
Suchen zum Hauptthema unter Umständen eine abweichende Suchintention aufweisen.

Die Daten zum Suchvolumen, sowie der Saisonalisierung erhältst du aus dem Google Keyword Planer. Wobei man mittlerweile etwas Tricksen muss, um nicht nur aggregierte Daten – nach nicht bekannten Google Regeln – zu erhalten.

3. Erstellung oder Überarbeitung eines konkreten Artikels oder Landingpage
Wenn man als Redakteur ad-hoc einen Artikel optimieren will, sollte man zumindest Google Suggest nutzen. Ein Blick auf die aktuellen Top-10 helfen auch, um einzuschätzen, ob man überhaupt mitspielen kann.

Geht es darum einen entscheidenden Inhalte zu optimieren, dann geht man in eine Tiefenanalyse. Hier nutzen wir termlabs.io um sowohl die Ausrichtung unseres Dokumentes, als auch das der Konkurrenz zu überprüfen und weitere Ideen für den Ausbau der Inhalte zu generieren. Das Tool ist aktuell noch geschlossen, aber einen Testzugang anzufordern, lohnt sich!

Felix Beilharz


Berater für Online- und Social Media Marketing
www.felixbeilharz.de

Zuerst einmal natürlich das eigene Gehirn – ein sauberes Brainstorming liefert schon mal viele Keywords, Ideen und Ansätze. Dann setze ich 1-2 Suggest Scraper drauf an (www.hypersuggest.com und/oder www.ubersuggest.org).

Auch sehr sinnvoll ist es, mal die wichtigsten Keywords zu googlen und zu gucken, was Google ganz unten als ähnliche Keywords vorschlägt. Für W-Fragen nutze ich Answerthepublic.com. Und natürlich suchen wir im Seminar nach den Low Hanging Fruits (also Keywords, die kurz vor der Schwelle in die Top 10 stehen und gutes Suchvolumen haben) mit Tools wie XOVI oder Sistrix.

Felix Meyer


COO
www.seokratie.de

Auch hier ist als erstes der Griff zur Suchanalyse in der Google Search Console empfehlenswert: Dadurch wissen wir, wofür die Seite schon gut rankt und welche Themen dementsprechend vielversprechend sind. Ansonsten sind die Daten aus dem Google Keyword Planner besser als nichts.

Gibt es eine AdWords-Kampagne, sollten die Daten zu erfolgreichen Keywords auf jeden Fall verwendet werden. Gibt es keine, lohnt es sich womöglich, eine zum Test aufzusetzen. Google Suggest und entsprechende Tools wie HyperSuggest.com sind auch sehr wichtig – bei aktuellen Themen lohnt ein Blick in Google Trends.

Volker Riedel


Kampagnen-Manager
www.krick-interactive.com

Das Keyword Research Tool Nummer 1 für uns ist der Google Keyword-Planer, welcher kostenlos von Google AdWords bereitgestellt wird. Mithilfe dieses Tools lassen sich nach der Angabe von Wortgruppen, Webseiten oder bestimmten Kategorien neue relevante Keywords einschließlich dem Suchvolumen abrufen. Unser Tipp – auch mal die stärkere Konkurrenz oder einen Wikipedia Artikel als Zielseite für Keyword Ideen hinterlegen!

Ein weiteres hilfreiches Tool, welches vor allem visuell sehr ansprechend wirkt, ist Answer the Public. Für das eingegebene Suchwort werden hier weitere interessante Keywords, Keyword-Gruppen, Präpositionen und Fragen von den Suchmaschinen Google & Bing anschaulich in Form von Visualisierungen oder Datenbanken herausgegeben.

Um vor allem Long Tail Keywords zu finden, die auch in den Google Suchvorschlägen angezeigt werden, eignet sich ausgezeichnet das kostenlose Tool Hypersuggest. Dieses liefert Wörter/Wortgruppen, die entweder vor oder hinter dem entsprechenden Keyword bei Google eingegeben werden – oder auch beides gleichzeitig.

Falls Sie sich mehr über nützliche Keyword Tools informieren möchten, dann lesen Sie unseren Blogartikel, in dem wir ausführlich 7 Keyword Research/ Suggest Tools vorgestellt haben.

Fazit

Was haben wir heute von unseren SEO-Experts gelernt?

  • Verlasse dich niemals nur auf ein Tool bzw. nur eine Keyword-Quelle. Versuche so viele unterschiedliche Keyword-Möglichkeiten aus zu schöpfen, wie nur möglich, um eine maximale Anzahl an „Ideen“ zu erhalten.
  • Verwende zum Abgleich IMMER den Google-Keyword-Planner 🙂 (Auch wenn dieser mittlerweile eine genaue Anzeige der Suchvolumina nur mit aktiver Adwords-Kampagne erlaubt) damit du auch weißt, was Google zu deinen Keyword-Ideen „meint“.
  • Beachte Trends in Social-Media, Foren oder Blogs!
  • Tools ohne Hirn bleiben immer nur noch Tools. Verlasse dich auf deinen gesunden Menschenverstand und versuche zu verstehen, was genau deine Kunden suchen und weshalb
  • Falls man gar nicht weiter kommt, lasse einen erfahrenen Profi ran, denn Keyword-Recherche ist das Salz in der Suppe einer jeden SEO-Kampagne. Solltest du erkennen, dass deine Marketingkampagne nicht so läuft, wie du es dir erhofft hast, kann das im ersten Schritt am Keyword liegen oder auch einfach am Content!
Featured Content: Du möchtest 100 Google-Ranking-Faktoren als handliches PDF erhalten? Einfach anmelden und gratis euren Bonus erhalten!

Keyword-Recherche ist nicht zu verachten. Achte genau darauf, wonach deine potentiellen Kunden und Leser Ausschau halten, um leichter für deine Leser gefunden zu werden.

Viele Erfolg bei eurer Keyword-Suche und bis zum nächsten Artikel!

 

Made with 💙 in Augsburg